Der Kunststoff Bildungspfad – ein Projekt des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung. Besuchen Sie unseren Bildungspfad und erfahren Sie mehr über die faszinierende Welt der Polymere und Kunststoffe, deren Geschichte, Verwendung sowie aktuelle spannende Forschungsfragen.

Ein Pfad, der viel Raum zum Entdecken lässt

Der Kunststoff Bildungspfad – ein Projekt des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung. Besuchen Sie unseren Bildungspfad und erfahren Sie mehr über die faszinierende Welt der Polymere und Kunststoffe, deren Geschichte, Verwendung sowie aktuelle spannende Forschungsfragen.
Im vergangenen Sommersemester wurde von der Hochschule Mainz zusammen mit dem MPI-P ein Architektur-Wettbewerb ausgelobt: das interdisziplinäre Projekt „PolyWood“ hatte zum Ziel, das natürliche Polymer Holz als nachhaltigen Werkstoff im Hausbau in Szene zu setzen. Sieger des Wettbewerbs ist „WoWood“ und wurde von den Preisträgerinnen zusammen mit zahlreichen Helfern im November auf dem Pfad aufgebaut. Die Entwicklungsphasen dieses Projektes und alle anderen eingereichten Arbeiten werden bis zum 28.11.2021 im LUX Mainz gezeigt.

Ziemlich unordentlich

Eine Polymerstruktur zum Anfassen: so kann auch eine Struktur eines Kunststoffs aussehen – wild durcheinander. Hier bekommt man eine Vorstellung davon, wie Polymerketten aussehen können, wenn sie flexibel übereinanderliegen: nämlich wie ein großes Knäuel gekochter Spaghetti. Damit wird ein Material, beispielsweise PE (Polyethylen), aus dem dünne Plastiktüten gemacht sind, flexibel und transparent.
Der Holzgestalter Gisbert Baarmann hat mit seinem Team die Holzskulptur in mühevoller Kleinarbeit konstruiert. Wie Holz so gebogen werden kann, um eine derartige amorphe Struktur zu erlangen, dürfen Sie auf dem Pfad in den Blick nehmen.

Perspektivwechsel

Den Blick in eine andere Richtung lenken. Schauen, was passiert, wenn man seinen Standpunkt ändert: Bei der Station „Paradigmenwechsel“ dürfen Sie gleich mehrmals die Perspektive verändern. Hier werden Sie eingeladen, über Ihr eigenes (Plastik-)Konsumverhalten nachzudenken. Nehmen Sie sich die Zeit und reflektieren Sie Ihren Alltag.

Auf dem Weg in eine „grünere“ Zukunft

Ohne Kunststoffe kein Auto! Kunststoffe im Auto sorgen nicht nur für mehr Sicherheit, sondern auch für erhöhten Komfort, niedrigere Preise, Gewichts- und Kraftstoffeinsparung. Ein Viertel der rund 7000 Teile eines Autos bestehen aus 150 unterschiedlichen Kunststoffen – vom Scheibenwischer, über die Stoßleiste bis hin zur Polsterung und der Lackierung. Gerade Hybridmaterialien, also ein Gemisch aus Kunststoff und Metall, sind äußerst stabil und sparen bis zu 40% Gewicht ein. Werden diese beim Recycling auch wieder getrennt, können die einzelnen Bestandteile von Autos auch wieder verwertet werden.

Neues aus altem Kaffeesatz

Wie neue Produkte aus Kaffeesatz entstehen oder wie Flachs zu Handyhüllen wird, das erklären zahlreiche Best-Practice-Beispiele bei unserem „Regal“. Die Fächer sind gefüllt mit unterschiedlichsten Anwendungen u.a. aus Mode, Architektur und Landwirtschaft. Sie zeigen, dass nachwachsende Rohstoffe den herkömmlichen Kunststoff ersetzen können und dass erdölbasierte Produkte auch biologisch abbaubar sein können. Es gibt eine Menge zu sehen und – zum Nachdenken.

Kreislauf – im wahrsten Sinne des Wortes

Der technische und der biologische Kreislauf werden gezeigt: wie funktionieren geschlossene Wirtschaftskreisläufe? Wie können PET-Flaschen recycelt werden, damit am Ende aus einer alten Flasche eine Neue wird? Und wie kann mein altes  Baumwoll-T-Shirt – wohlbemerkt aus Biobaumwolle – zu Humus werden? Hier können Sie die beiden Kreisläufe „durchlaufen“ und mehr erfahren.

Warum gibt es so viele Kunststoffe im Alltag?

Kunststoffe kommen vielfach in unserem Alltag vor. Vernünftig und gezielt eingesetzt können sie unser Leben erleichtern. Aber wo sind all die Kunststoffe versteckt, die uns täglich umgeben? Es ist immer wieder verblüffend, zu entdecken, wo Kunststoffe eingesetzt werden und welche Funktion sie tatsächlich haben. Hier dürfen – mit ein paar hilfreichen Tipps versehen – die passenden Würfel an die richtige Stelle gehängt werden. 

Ein Exponat wird gebaut

Video 28. Oktober 2021
Eine amorphe Struktur entsteht. Schicht für Schicht werden Holzlamellen verleimt, um am Ende eine 4 m hohe begehbare Struktur zu haben, die einen Staunen lässt.

Imagefilm

Video 10. September 2021
Franzi geht auf Entdeckungstour: mobil aus dem Labor zugeschaltet, erklärt Prof. Dr. Katharina Landfester Franzi einzelne Stationen. Der neue Imagefilm lässt uns in die bunte Vielfalt an Themen eintauchen. Und ein paar Impressionen der Eröffnungsfeier vom 3. September 2021 zeigen, wie Polymere aussehen und wie sie sich verknäulen können.

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